Am 31.12.2020 tritt die „Verordnung zum Schutz gegen die nichtionisierende Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSV)“ in Kraft. NiSV ist eine Verordnung auf Basis des NiSG (Gesetz zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen) von 2009. Nach der NiSV dürfen einige wenige Geräteanwendungen nur noch von approbierten Ärzten durchgeführt werden.  Es soll den Schutz der Gesundheit von behandelnder und behandelter Person sowie Dritten gleichermaßen gewährleisten. Damit sind aber einige Behandlungen ohne zusätzliche Ausbildung für Kosmetikerinnen nicht mehr so einfach durchzuführen. Die Anzeige der Fachkunde muss bis zum 31.12.2021 erfolgt sein. Wird ein Gerät nach dem 31.12.2021 in Betrieb genommen, muss der Betreiber innerhalb von 14 Tagen zusammen mit dem Fachkundenachweis der zuständigen Behörde Meldung erstatten.

Betroffen vom NiSV sind Ultraschallgeräte, Lasergeräte, IPL-Geräte, Hochfrequenzgeräte, Niederfrequenzgeräte, Gleichstromgeräte und Magnetfeldgeräte. Die meisten in der professionellen Kosmetik eingesetzten Geräte überschreiten die in der Verordnung vorgegebenen Grenzwerte und somit seid ihr als Kosmetikerin verpflichtet, Eure Fachkunde nachzuweisen.

 

Das müsst ihr beachten

1.       Geräte-Technologien, die nur von Ärzten angewendet werden dürfen

Unter den Ärztevorbehalt fallen die Anwendung von Lasern bei Gefäßveränderungen und bei pigmentierten Hautveränderungen, die Entfernung von Tätowierungen und Permanent Make-up, ablative Laseranwendungen sowie Verfahren zur Reduzierung des Fettgewebes (Lipolyse).

Auch Ultraschall-Behandlungen oberhalb der NiSV-Grenzwerte, die die Schutzbarriere der Epidermis verletzen, dürfen nur noch von Ärzten angewendet werden.

 

2.       Microneedling, Microblading und Co.

Permanent Make-up, Microblading oder auch Microneedling sind nicht von der NiSV betroffen. Erst wenn eine der oben genannten Technologien (Ultraschallgeräte, Lasergeräte, IPL-Geräte, Hochfrequenzgeräte, Niederfrequenzgeräte, Gleichstromgeräte und Magnetfeldgeräte) zum Einsatz kommt, tritt die NiSV in Kraft.

 

3.       Fachkunde für die Kosmetikerin

Als Kosmetikerin musst du die Fachkunde in zwei Modulen nachweisen: Zum einen in den „Grundlagen der Haut und deren Anhangsgebilde“ und zum anderen Fachkunde der jeweiligen Technologie. Eine Übersicht findet ihr hier (Quelle: BEAUTY FORUM). Weitere Informationen zum Erwerb der Fachkunde gibt es bis dato leider noch nicht.

 

4.       Ultraschall- und Hochtonstrom-Behandlungen nach dem NiSV

Die gute Nachricht: Ihr habt Zeit, bis zum 31.12.2021 an einer Fachkunde für Ultraschall und Hochtonstrom erfolgreich teilzunehmen. Hierfür sind folgende Lernmodule notwendig:

  • Fachkundemodul „Grundlagen der Haut und deren Anhangsgebilde“ (Mindestanzahl 80 Lerneinheiten)
  • Fachkundemodul „Ultraschall“ (Mindestanzahl 40 Lerneinheiten)
  • Fachkundenmodul „EMF“ (Mindestanzahl 40 Lerneinheiten)

 

5.       5-Jahres-Frist – was ihr wissen müsst

Berufserfahrung und eine fundierte Ausbildung zahlen sich hier aus. Wenn ihr eine einjährige oder staatlich geprüfte Ausbildung habt oder zur Kosmetikmeisterin ausgebildet seid, braucht ihr das 1. Fachkundemodul nicht zu absolvieren. Ebenso, wenn ihr bis zum 31.12.2021 eine berufliche Praxis von 5 Jahren nachweisen könnt, müsst ihr das 1. Fachkundemodul nicht abschließen. Wenn ihr also schon seit 2016 als Kosmetikerin tätig seid und das nachweisen könnt, müsst ihr das 1. Fachmodul nicht machen.

 

6.       Meldepflicht, aber wie, wo, wann

Vorweg: Bis jetzt ist noch nicht geklärt, wem und wo das Gerät gemeldet werden muss. Was wir heute wissen, ist, dass Geräte, die bereits vor dem 31.12.2021 genutzt wurden, der Behörde bis zum 31.3.2022 gemeldet werden müssen.  Wurde das Gerät nach dem 31.12.2021 angeschafft, muss es innerhalb von 14 Tagen der zuständigen Behörde gemeldet werden.

 

7.       Dokumentation und Gerätebuch – das müsst ihr wissen

Für jedes Gerät, das unter das NiSV fällt, muss ein „Gerätebuch“ geführt werden. Genauere Details wird es hierzu noch geben.

 

8.       Jetzt anfangen

Wenn ihr weiterhin Geräte anwenden wollt, die unter das NiSV fallen, solltet ihr euch jetzt informieren, welche Fachkunde ihr nachweisen müsst und das Thema „Gerätebuch“ im Auge behalten. Wenn ihr die Technologien wie Ultraschall, Hochtonstrom etc. weiter einsetzen wollt, aber unterhalb der NiSV-Grenzen arbeiten wollt, haben wir mit skinny lift REFINE NiSV ein neuartiges Produkt für euch entwickelt. Das einzigartige Anti-Aging-Konzept von skinny lift REFINE NiSV arbeitet mit einer Kombination aus Hochtonstrom (HiToP®) und Ultraschall, um effektives Anti-Aging unterhalb der Grenzwerte der neuen Strahlenschutzverordnung NiSV anbieten zu können – ganz ohne aufwendige Fachnachweise und teure Weiterbildungen für euch. Für mehr Infos schaut einfach auf unserer Website (www.skinny-lift.de/refine) vorbei, vereinbart noch heute euren kostenlosen und unverbindlichen Beratungstermin.

 

NiSV – stay tuned. Wir halten euch auf dem Laufenden.